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In Thüringen und Teilen von Ostfranken entwickelt sich eine Verschwörung unter Adligen, als deren Anführer Graf Hardrad benannt wird. Das Ziel war, den König zu ermorden oder ihm wenigstens den Gehorsam aufzukündigen.
Über die Gründe ist wenig bekannt, möglicherweise fürchtete man um die Unabhängigkeit, nachdem Karl nun Sachsen unterworfen hatte, und auch Baiern das Schicksal erwartete in die Reichseinheit eingegliedert zu werden.
In den Annales Nazariani wird beschrieben, dass einer der Verschworenen sich weigerte seine Tochter, die mit einem Franken verlobt war, in dessen Munt zu geben. Selbst nach Aufforderung des Königs lenkte er nicht ein, sondern rief die Thüringer auf, dem König unter Waffen entgegenzutreten. Das gab Karl Grund genug, seine Truppen in die aufständischen Gegenden zu schicken. Die Anführer der Verschwörung flohen nach Fulda und baten den Abt Baugulf um Vermittlung. Selbst während der Verhandlung soll einer der Aufrührer Karl ins Gesicht gesagt haben: "Wenn meine Gefährten so denken wie ich, würdest du niemals wieder lebendig den Rhein überschreiten." Karl schickte sie an verschiedene heilige Orte, wo sie ihm und seinen Söhnen Treue schwören sollten, doch auf dem Rückweg wurden einige festgenommen, geblendet oder getötet. Die anderen empfingen ihr Urteil auf der Reichsversammlung in Worms.





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