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MUSIK - LITURGIE

Die kirchliche Musik stammte ursprünglich aus dem Morgenland und wurde von Mönchen und Priestern übernommen.
In der Kirchenmusik bezeichnet man den Zeitraum von 600 bis 1000 n. Chr. musikgeschichtlich als Gregorianik, denn unter Gregor I. Papst von 590 - 604 wurden die zahlreichen geistlichen Lieder (Antiphone, Responsorien, Offertorien, Hallelujas usw.) geordnet.
Diese liturgischen Gesänge sind einstimmig (homophone Musik) und wurden ohne Begleitung in Kirchen und Klöstern gesungen.

Das Interesse Karls des Großen an diesem Thema sorgte für Entwicklung und Ausbreitung der Kirchemusik im ganzen Reich. Wie die gesamte Liturgie, sollten auch die Gesänge mit den Vorgaben Roms übereinstimmen. Zu diesem Zweck ließ er Schüler direkt in Rom ausbilden und bat Papst Hadrian darum, ihm kundige Mönche zu senden, was dieser auch gewährte.

Von seinen Akademien verlangte Karl, dass die adligen jungen Männer in Grammatik, Musik und Arithmetik unterwiesen wurden, während er von den allgemeinen Schulen vor allem den Gesang von Psalmen erwartete. Den Unterricht ließ er regelmäßig überwachen. 789 weitete er die Forderung nach Einheitlichkeit in der Liturgie auf den gesamten Klerus seines Reiches aus.

Erstmals wurden die Gesänge aufgeschrieben, man bediente sich damals den Neumen, einer frühen Notenschrift. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Musikgeschichte war die Benennung der vorerst acht Kirchentonarten um 800.