Vorgarten Umgestaltung 2005 zurück


 

Vorher - Nachher

Die großen chinesischen Wacholder waren nicht mehr besonders schön, innen braun und außen schütter. Sie wirkten ziemlich duster und erinnern ein wenig an grantige Greise. Zu dem romantischen Teich auf der anderen Straßenseite passen sie überhaupt nicht.
Viel schöner fände ich an dieser Stelle eine zartere Bepflanzung, die an Wasser denken lässt und so den Weiher einbezieht. Sie könnte gerne lichte Bäume enthalten, denn auf diese Hausseite knallt die Sonne heftig und im Sommer wäre etwas Schatten wirklich angenehm.
Allerdings sind die Wacholder älter als ich, sie bieten einigen Sichtschutz und Vögel verstecken sich gern darin. Das Absägen geht ja so viel schneller als das Wachsen...

Nach sehr langem Zögern habe ich mich dennoch durchgerungen, die Greise zu roden.
Jetzt sind sie geschwungenen Beeten gewichen. Ein kleiner Hain aus je einer Birke, Felsenbirnen (baum- und strauchartig) Zaubernuss und Winterkirschen ist entstanden.

Rechte Seite vorher: Kiesweg zur Einfahrt, im Hintergrund an der Ecke der gespaltene Apfelbaum und vorne der rechte Wachholder, der ohne jeglichen Bezug im Rasen steht.

Rechte Seite nachher: Die Apfelbaumblüte führt das duftige Frühjahrskleid der Felsenbirnen fort. Darunter steht probeweise eine weiße Bank, die bald durch ein schöneres Exemplar ausgetauscht werden soll.

 

Mitte vorher: Wenn man aus der Haustür tritt, blickt man auf die Trauerweide am Weiher, leider steht die Straßenlaterne genau davor. Vorn in der Mitte wächst die kleine Winterkirsche, eingerahmt von den düsteren Wächtern.

Mitte nachher: Der Blick auf die Trauerweide wird nun von lichter Bepflanzung eingeramt. Die Winterkirsche wurde ins Beet integriert und hat gegenüber ein noch winziges Pendant bekommen.

Linke Seite vorher: Dieser Wachholder steht nicht ganz so beziehungslos im Garten, sondern lehnt sich an eine Blautanne. Er ist etwa 5 m breit und seine Zweige schieben sich schon dauernd über den Weg. Dort musste ich schneiden, das sieht erst richtig hässlich aus, denn innen ist das Monstrum einfach nur braun.

Linke Seite nachher: Durch den ausufernden Wacholder hatte die Blautanne ein unschönes Loch bekommen. Früh morgens und ab dem späten Nachmittag gelangt etwas Sonne dorthin. Ich habe alle braunen Zweige entfernt und nutze die Höhle jetzt als Kulisse für helle Blüten. Unter anderem habe ich einen weißen Rambler gesetzt und hoffe, dass er sich bald hoch hinaufschwingt. Vorsichtshalber steht er in einem Kübel ohne Boden.

Insgesamt macht der Vorgarten jetzt einen wesentlich freundlicheren Eindruck. Unser Haus wird nicht mehr von dusteren Wächtern abgeschirmt, sondern heißt die Besucher willkommen. Auch ich selbst flaniere viel öfter über den Plattenweg zum Weiher hinüber, früher habe ich eher die Autoeinfahrt benutzt.


Hier noch mal der Mittelteil mit dem Weiher im Hintergrund:




 

Später wird man auf dem Weg durch ein lichtes "Wäldchen" aus Birken, Felsenbirnen und Winterkirschen wandeln.

Flachwurzler wie Birken können eine Unterpflanzung natürlich erschweren, aber es sind meine Lieblingsbäume und ich werde die Beete entsprechend anpassen. Bis die Bäume größer geworden sind, liegt der Bereich überwiegend sonnig.
Im Moment blühen Narzissen, weiße Tulpen und Perlhyazinten. Im leichten Schatten fühlt sich Kaukasusvergissnmeinicht wohl. Dann folgen Anemonen und Maiglöckchen. Im Sommer sollen Storchschnabel und die weißen Rosen die Blüte übernehmen, und der Herbst wird von Eisenhut bestimmt.

Das Weiherthema wird auf jeder Seite von einem runden Wasserbecken aufgenommen über dessen Rand sich Bodendeckerrosen schmiegen.

Die Becken sind genau gleich ausgestattet, je eine kleine Seerose und je eine Steinschichtung bis zum oberen Rand, sodass Tiere, die vielleicht hineinfallen, auf jeden Fall auch wieder hinausklettern können.

Obwohl die Becken gerade 2,50 m auseinanderliegen und in etwa die gleichen Lichtverhältnisse herrschen, haben sie sich erstaunlicherweise innerhalb von zwei Jahren völlig unterschiedlich entwickelt. Sogar die Frösche darin sehen unterschiedlich aus.

Gut, viele Frösche betreiben Mimikry und passen sich farblich der Umgebung an, es könnte sich also trotzdem um die gleiche Art handeln. Allerdings sind die grünen Frösche wesentlich scheuer als die braunen - keine Chance, sie außerhalb des Wassers zu fotografieren.


  
Linkes Becken - klares Wasser mit saftig grünen Fadenalgen,
besiedelt mit grünen Fröschen

Rechtes Becken - durch Schwebealgen etwas trüberes Wasser, passend besiedelt mit braunen Fröschen.



Hier noch einmal der grüne Frosch mit blühender Seerose.

 


Startseite