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Vorher
- Nachher
Die
großen chinesischen Wacholder waren nicht mehr besonders schön,
innen braun und außen schütter. Sie wirkten ziemlich
duster und erinnern ein wenig an grantige Greise. Zu dem romantischen
Teich auf der anderen Straßenseite passen sie überhaupt
nicht.
Viel schöner
fände ich an dieser Stelle eine zartere Bepflanzung, die an
Wasser denken lässt und so den Weiher einbezieht. Sie könnte
gerne lichte Bäume enthalten, denn auf diese Hausseite knallt
die Sonne heftig und im Sommer wäre etwas Schatten wirklich
angenehm.
Allerdings sind die Wacholder älter als ich, sie bieten einigen
Sichtschutz und Vögel verstecken sich gern darin. Das Absägen
geht ja so viel schneller als das Wachsen...
Nach sehr langem Zögern habe ich mich dennoch durchgerungen,
die Greise zu roden. Jetzt
sind sie geschwungenen Beeten gewichen. Ein kleiner Hain aus je
einer Birke, Felsenbirnen (baum- und strauchartig) Zaubernuss und
Winterkirschen ist entstanden.

Rechte
Seite vorher: Kiesweg zur Einfahrt, im Hintergrund an der Ecke
der gespaltene Apfelbaum und vorne der rechte Wachholder, der ohne
jeglichen Bezug im Rasen steht.

Rechte
Seite nachher: Die Apfelbaumblüte führt das duftige
Frühjahrskleid der Felsenbirnen fort. Darunter steht probeweise
eine weiße Bank, die bald durch ein schöneres Exemplar
ausgetauscht werden soll.

Mitte
vorher: Wenn man aus der Haustür tritt, blickt man auf
die Trauerweide am Weiher, leider steht die Straßenlaterne
genau davor. Vorn in der Mitte wächst die kleine Winterkirsche,
eingerahmt von den düsteren Wächtern.

Mitte
nachher: Der Blick auf die Trauerweide wird nun von lichter
Bepflanzung eingeramt. Die Winterkirsche wurde ins Beet integriert
und hat gegenüber ein noch winziges Pendant bekommen.
Linke
Seite vorher: Dieser Wachholder steht nicht ganz so beziehungslos
im Garten, sondern lehnt sich an eine Blautanne. Er ist etwa 5 m
breit und seine Zweige schieben sich schon dauernd über den
Weg. Dort musste ich schneiden, das sieht erst richtig hässlich
aus, denn innen ist das Monstrum einfach nur braun.

Linke
Seite nachher: Durch den ausufernden Wacholder hatte die Blautanne
ein unschönes Loch bekommen. Früh morgens und ab dem späten
Nachmittag gelangt etwas Sonne dorthin. Ich habe alle braunen Zweige
entfernt und nutze die Höhle jetzt als Kulisse für helle
Blüten. Unter anderem habe ich einen weißen Rambler gesetzt
und hoffe, dass er sich bald hoch hinaufschwingt. Vorsichtshalber
steht er in einem Kübel ohne Boden.
Insgesamt macht der Vorgarten jetzt einen wesentlich freundlicheren
Eindruck. Unser Haus wird nicht mehr von dusteren Wächtern
abgeschirmt, sondern heißt die Besucher willkommen. Auch ich
selbst flaniere viel öfter über den Plattenweg zum Weiher
hinüber, früher habe ich eher die Autoeinfahrt benutzt.
Hier
noch mal der Mittelteil mit dem Weiher im Hintergrund:


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Später
wird man auf dem Weg durch ein lichtes "Wäldchen"
aus Birken, Felsenbirnen und Winterkirschen wandeln.
Flachwurzler wie Birken können eine Unterpflanzung natürlich
erschweren, aber es sind meine Lieblingsbäume und ich
werde die Beete entsprechend anpassen. Bis die Bäume
größer geworden sind, liegt der Bereich überwiegend
sonnig.
Im Moment blühen Narzissen, weiße Tulpen und Perlhyazinten.
Im leichten Schatten fühlt sich Kaukasusvergissnmeinicht
wohl. Dann folgen Anemonen und Maiglöckchen. Im Sommer
sollen Storchschnabel und die weißen Rosen die Blüte
übernehmen, und der Herbst wird von Eisenhut bestimmt.
Das Weiherthema wird auf jeder Seite von einem runden Wasserbecken
aufgenommen über dessen Rand sich Bodendeckerrosen schmiegen.
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Die Becken
sind genau gleich ausgestattet, je eine kleine Seerose und je
eine Steinschichtung bis zum oberen Rand, sodass Tiere, die vielleicht
hineinfallen, auf jeden Fall auch wieder hinausklettern können.
Obwohl die
Becken gerade 2,50 m auseinanderliegen und in etwa die gleichen
Lichtverhältnisse herrschen, haben sie sich erstaunlicherweise
innerhalb von zwei Jahren völlig unterschiedlich entwickelt.
Sogar die Frösche darin sehen unterschiedlich aus.
Gut, viele
Frösche betreiben Mimikry und passen sich farblich der Umgebung
an, es könnte sich also trotzdem um die gleiche Art handeln.
Allerdings sind die grünen Frösche wesentlich scheuer
als die braunen - keine Chance, sie außerhalb des Wassers
zu fotografieren.

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Linkes
Becken - klares Wasser mit saftig grünen Fadenalgen,
besiedelt mit grünen Fröschen |
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Rechtes
Becken - durch Schwebealgen etwas trüberes Wasser,
passend besiedelt mit braunen Fröschen.
Hier
noch einmal der grüne Frosch mit blühender Seerose.
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