Einblicke - das Morgen-Beet zurück


 

Das ganze Grundstück liegt auf festem Lehmboden, also sind wir auf schweißtreibende Erdarbeiten durchaus gefasst. Ausgerechnet an dieser Stelle wurde vor Jahrzehnten Schotter vergraben. Inzwischen hatte sich immerhin eine 15cm starke Humusschicht darüber gebildet.
Für Sträucher und Rosen haben wir tiefgründig gelockert, die anderen Pflanzen müssen mit oberflächlich eingearbeitetem Mutterboden und Kompost zurechtkommen. Das ganze Jahr über wird gemulcht und jedes Frühjahr kommt eine Schicht verrotteter Kompost dazu, in der Hoffnung, dass sich der Boden langfristig verbessert. Allerdings haben sich mittlerweile Wildpflanzen eingestellt, die ich nicht mehr missen möchte. In "besserem" Boden würden sie wahrscheinlich verschwinden.
 

Ausschnitt im Juni 2002.

Wunderbar ins Farbkonzept passend
hat sich ein Sauerampfer dazugesellt.
 

Für etwas Frische wurden die wilden Mageritten aus dem Rasen ins Beet gesetzt.
Nun fehlte weiß auf der anderen Seite der Kombination. Promt stellte sich eine hohe Leimkrautart von alleine ein und sorgte zusätzlich für Struktur. Es blüht seit Ende Mai und macht einen Monat später noch keine Anstalten, damit aufzuhören. Ich wüsste keinen besseren Platz dafür und gebe zu, die Natur malt schöner, als ich.

 
Kein gutes Foto, aber immerhin ein Überblick.
Hier wachsen Goldregen, weißer Flieder, weißer Sommerflieder, eine uralte japanische Zierquitte, und eine winzige Winterblüte. Dazu kommen die Rosen:
Graham Thomas, The Pilgrim.


 

Begleitet wird das Ganze von Mageriten, Taglilien, Frauenmantel, Johanniskraut und einzelnen Glockenblumen. Rittersporn gibt es auch, aber der ist noch ganz klein.
Etwas später blühen Königskerzen und Frauenflachs dazwischen und gegen Herbst der Eisenhut.

Frauenflachs >


Das selbe Beet 2005
Die Gehölze nehmen Form an, der Goldregen ähnelt allmählich einem Baum und die Frauenmäntel sind riesig geworden. Dafür wird der Weg immer schmaler ;-)
Der Frauenflachs hat sich gänzlich aus dem Beet verabschiedet, und säht sich statt dessen im Kies und der geklinkerten Fläche vor der Hauswand aus.
Inzwischen denke ich, ein wenig mehr Blau / Violett könnte nicht schaden.
 

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