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4 Monate
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Verhalten
So neugierig Kicki bisher auf alles zugegangen ist, so unsicher
kann sie jetzt auf Unbekanntes reagieren.
Z.B. weigerte sie sich plötzlich eine Betonbrücke
zu überqueren, kein schwankender Steg, sondern eine breite
Straße. Die Vibration hatte sie wohl trotzdem gespürt,
wir brauchten viel Locken und Überredungskraft, damit
sie uns folgte. Nach ein wenig Toben ging es zurück kaum
besser. Später am Tag, als wir es noch einmal versuchten,
sperrte sie sich nicht mehr, aber sie lief schnell und geduckt
hinüber.
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Ähnliches Theater macht sie bei Treppen. Dabei
wusste sie schon, wie man rauf und runter kommt, wir hatten
es aber bei diesem einen Versuch belassen und sie der Gelenke
wegen immer getragen. Wahrscheinlich sollte sie das Treppensteigen
nun dringend neu erlernen, damit es später nicht zum
Problem wird.
Sie
hat begonnen imposante Menschen mit Beschwichtigungspinkeln
zu begrüßen. Mit sicherem Gespür sucht sie
sich jeweils den heraus, der im Revier zu sagen hat, und das
sind meistens die Veranstalter :-( Ob Frau oder Mann macht
keinen Unterschied für sie.
Mir ist aufgefallen, dass Kicki in der Welpenspielstunde oft
versucht, die anderen in die Haxen zu kneifen. Das
tut sie auch bei uns, wenn wir sehr zielstrebig durch die
Wohnung laufen.
Ansonsten tobt sie mit allen heftig mit. Nur bei unsicheren
Kanidaten wird sie vorsichtig und aus ernsthaften Streitigkeiten
hält sie sich möglichtst raus.
Die entfernten Knaller als Vorübung zur Schussfestigkeit
hat sie scheinbar nicht einmal bemerkt.
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Kicki
spielt nach wie vor auch gern allein im Garten. Sie
ordnet leere Plastikblumentöpfe um, schleppt einen Eimer
am Griff durch die Gegend und wirft sich selber Stöckchen.
Das ist sehr niedlich und zugegeben manchmal auch praktisch,
aber eigentlich sollte sie die schönsten Erlebnisse lieber
mit uns gemeinsam haben.
Zwischendurch will sie hereingelassen werden, um nach uns
zu sehen. Wir öffnen ihr wohl 30 Mal am Tag die Tür.
All das darf natürlich nicht das ausgelassene und körpernahe
Spiel mit ihren Menschen ersetzen und schon gar nicht die
Spaziergänge.
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Unser
früherer Hund, ein Schäfermischling war übrigens
lange nicht so selbstständig.
Besucher meldet sie freudig, und wenn es dunkel wird
sitzt sie manchmal aufmerksam auf der Terasse und lässt
bei unbekannten Geräuschen ein tiefes Wuff ertönen.
Allmählich kommt der Zahnwechsel in Gang und Kickis
Nagebedürfnis hat deutlich zugenommen. Dafür holt
sie sich Stöcke aus unserem Brennholzkorb. Woanders hat
sie diese Möglichkeit nicht und wir müssen auf Stuhl-
und Tischbeine achten.
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Spaziergänge
Im städtischen Umfeld können wir inzwischen fast
normal flanieren. Nur wenn sie Hunde oder Kinder sieht zieht
sie an der Leine, und sie weiß noch nicht, dass sie
nicht dauernd die Seite wechseln soll.
Unterwegs
in der Natur bleibt Kicki relativ nahe bei uns und sieht sich
häufig nach uns um. Oft bekommt sie einen Rappel und umkreist
uns in Höchstgeschwindigkeit.
Überall findet Kicki leere Dosen, Plastikflaschen, Papier...
Triumphierend trägt sie ihre Beute vor uns her. Ich werde
wohl in Zukunft einen Müllsack mitnehmen, dann bekommt
ihre Sammelleidenschaft sogar einen Sinn.
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Außer
für Müll, interessiert sie sich für Vögel,
sie ist ihnen leider schon ein paar mal hinterher gestürmt.
Da sie auch Katzen nachjagen möchte, versuche
ich jede erste Regung mit "Sitz" und Leckerli zu
unterbrechen.
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Übungen
Wenn Kicki nass und dreckig ist möchte selbst ich nicht
gerne angsprungen werden. Zuhause üben wir ein "Sitz"
statt dessen
und beugen uns erst zu ihr hinunter, wenn ihr Hintern den Boden
berührt. Bei Fremden stößt ihr Anspringen
aber oft auf Jubel, manchmal wird sie sogar extra gelockt. Wir
müssen wohl unsere Bekannten als Testpersonen dingen.
Clickern macht ihr richtig Spaß. Sie stupst an
meinen Finger, begibt sich in Fußposition und lernt
im Moment auf den Schalter der Stehlampe zu treten. Mit dem
Formen eines Verhaltens und der variablen Bestärkung
komme ich selber noch nicht zurecht, darum üben wir mit
dieser Methode vorerst hauptsächlich Albernheiten.
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Als
Notsignal und zum Warten vor Straßen habe ich "Halt"
eingeführt. Das funktioniert ganz gut, solange die Ablenkung
gering ist. Abrufen nach dem Durchstarten zu einem interessanten
Ziel oder gar aus einer Toberei mit Hunden ist leider weiterhin
völlig unmöglich.
Wenn ich
sie dazu auffordere sucht und bringt sie mir
ihr Spielzeug, dabei kann sie unterscheiden ob nach dem Stofftier
oder dem Ball gefragt wurde.
Dafür scheint sie Down völlig vergessen zu
haben. Vielleicht mache ich irgend etwas anders? Noch mal
von vorn...
Vier Tage "down" bei verschiedenen Gelegenheiten,
manchmal wenn Kicki sich selbst hinlegt, oder wenn sie ihren
Napf bekommt. Plötzlich klappe es auch auf der Wiese
wieder, bei leichter Ermüdung ihrerseits sogar auf Entfernung
:-)
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Äußerlichkeiten
Kicki bekommt auf dem Rücken und an der Rute nun längeres
festeres Haar und der Welpenpelz verschwindet allmählich.
Ihr Fell ist tatsächlich fast "selbstreinigend",
nach matschigen Welpenspieltagen rubbel ich die gröbsten
Klumpen ab, lasse Kicki trocknen und bürste die letzten
dunklen Stellen ein wenig. Der Dreck fällt einfach von
ihr ab, und liegt dann dort, wo sie gelegen hat. (Also eigentlich
überall)
Dank dieser wunderbaren Eigenschaft hatten wir noch keinen
Anlass die Kleine mit der Dusche bekannt zu machen, das müssen
wir bald nachholen.
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Kicki
ist jetzt 49 cm hoch und wiegt fast 20 kg. Ihr Appetit hat
sich nicht verändert, sie wirkt noch immer ziemlich moppelig.
Ich sollte wohl die Klickerbröckchen genauer von der
Tagesration abziehen, bis ich ihre Rippen deutlich fühlen
kann.
Die Kruppe steht jetzt etwas höher als die Schultern,
und insgesamt wirkt der Körper eher lang als hoch.
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