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erste Tage 

15 Jahre lang hat uns ein Schäfermix begleitet, und ich habe nach seinem Tod fünf Jahre gebraucht einem "Neuen" wieder aufgeschlossen gegenüber zu stehen.
Collie, Australien Shepherd oder deren Mischlinge blieben in der näheren Auswahl. Wir haben uns von beiden Rassen verschiedene Exemplare und auch Züchter angesehen.

Irgendwann hörten wir von Farmcollies in der Eifel. Das sind Mixe aus Collie und Collieverwandten, die in Amerika schon lange unter diesem Namen geführt werden. In diesem Fall handelt es sich um die Verpaarung einer amerikanischen Colliehündin mit einem Australien Shepherd.

Schon Fotos und Beschreibungen gefielen uns gut, doch in Natura hat uns diese Hundefamilie gänzlich für sich eingenommen. Die Einstellung der Menschenfamilie tat den Rest dazu und nun war klar, unsere neue Begleiterin sollte aus genau dieser Verbindung stammen. Die Tochter aus einem früheren Wurf hat uns so sehr bezirzt, dass wir uns für die geplante Wurfwiederholung anmeldeten und uns in Geduld fassten.


Am 5. November 2002 wurde unsere Kleine geboren und bekam von der Züchterin den Namen Kickapoo.
So heißt ein Indianerstamm aus Nordamerika, das Wort bedeutet in etwa "der, der jetzt hier lebt, jetzt dort", auf eine Hündin bezogen vielleicht "die Leichtfüßige".

Zu unserer Lebensweise passt der Name wunderbar, aber Kicki richtete sich überhaupt nicht danach. Im Gegenteil, sie setzte alles daran, die Dickste und Schwerste der sieben Welpen zu werden, wie es sich in der vegetativen Phase
(1. und 2.Woche) gehört.


Wir konnten sie zum ersten Mal am 16. Lebenstag besuchen. Die Welpen öffneten freundlicherweise gerade ihre Augen.
Diese Zeit nennt man Übergangsphase (3.Woche)
Nicht nur die Mutter kümmerte sich um den Wurf, Dakota der Vater unterstützte sie vom ersten Tage an, und die große Schwester half nach Kräften mit.


Mit der 4. Woche beginnt die Prägungsphase.

Die Wurfkiste stand im vielgenutzten Wohnzimmer der Familie.
Kinder bringen natürlich Freunde mit, oft laufen Fernseher und Computer gleichzeitig, Besucher kommen und gehen, dazwischen Hunde, Katzen ein Papagei... Immerhin, die Pferde mussten draußen bleiben, aber von idyllischer Ruhe konnte keine Rede sein.



Bei unserem erneuten Besuch in der 5. Woche war Kicki immer noch die Dickste, kein Wunder, ihr Interesse galt hauptsächlich dem Fressen und dem Schlafen. Zwischendurch wurden die Geschwister vermöbelt.

Durch ihr höheres Gewicht konnte sie ihre Brüder erfolgreich vom Napf rempeln, und sie hatte als erste des Wurfes begonnen ihre Aktionen mit herzhaftem Knurren zu untermalen.
Ihre Schwester entdeckte etwa zur gleichen Zeit das Bellen für sich.

Mittlerweile war das gesamte Wohnzimmer zum Welpenabenteuerspielplatz mutiert, was die Familie nicht daran hinderte, diesen Raum weiterhin als Lebensmittelpunkt zu nutzen. In einer Ecke gab es eine Sandkiste und einen Zeitungshaufen, der von den Mädchen auch meistens benutzt wurde. Trotzdem blieb der Wischmopp im Dauereinsatz.
Leider war es sehr kalt, so dass die Welpen erst ein paar Tage unter Aufsicht der Pferde Stall und Hof erkunden durften..

Trotz der ungemütlichen Jahreszeit haben die Kleinen schon eine Menge kennengelernt.
Die vielen Menschen förderten ihre Kontaktfreude, unterschiedliche Tierarten in der Umgebung waren von Anfang an selbstverständlich, und da auch der Rüde bei der Erziehung zugegen war, konnten sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten entwickeln.



Kann man sich eine bessere Prägung wünschen?

Nun liegt es an uns, in diesem Sinne weiterzumachen.

  
  12 Tage

12 Tage

  16 Tage

4 Wochen

6 Wochen

6 Wochen

6 Wochen

7 Wochen

7 Wochen
 
 

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